Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis

Die Diagnostik und Behandlung von Erkrankungen wie schizophrenen Psychosen erfolgt auf den Stationen 5 und 8. Auch hier geschieht die Behandlung stets multiprofessionell durch ein Behandlungsteam, das für den Patienten zuständig ist.

Während der stationären Behandlung wird es zuerst darum gehen, die Belastung durch die Krankheitssymptome durch Gespräche, Medikation und Schaffung eines sicheren Umfelds zu reduzieren. Wichtig ist es, früh zu erfassen, um welches spezielle Krankheitsbild es sich handelt, damit frühestmöglich die angemessenen Therapieformen zur Verfügung gestellt werden können. Patienten mit Erkrankungen aus dem sogenannten „schizophrenen Formenkreis“ werden ausführlich über die Erkrankung, deren Ursachen, Faktoren, die zu Verschlechterung und Verbesserung beitragen und über die geeignete Medikation informiert („Psychoedukation“). Zudem werden Strategien vermittelt, mit Symptomen der Erkrankung günstiger umgehen zu können: so werden individuelle Frühwarnsignale herausgearbeitet und der Umgang damit eingeübt.

Zur Verbesserung der Alltagskompetenz, der kognitiven Funktionen und der sozialen Kompetenz kommen Elemente weiterer Behandlungs- und Übungsverfahren zum Einsatz (Cogpack, MKT, Training sozialer Kompetenzen). Die medikamentöse Behandlung wird individuell und nach den Behandlungsleitlinien festgelegt und mit dem Patienten abgestimmt. Jeder Patient erhält einen auf ihn abgestimmten, umfassenden Therapieplan. Vor einer Entlassung wird genau abgewogen, welche Unterstützung benötigt wird.