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Eine Reise namens Demenz

Erich Schützendorf über einen anderen Umgang mit demenzerkrankten Menschen

Etwa 46 Millionen Menschen sind auf der ganzen Welt von Demenzerkrankungen betroffen. Um auf ihre Situation aufmerksam zu machen und sie noch mehr in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken, findet seit 12 Jahren am 21. September der Welt-Alzheimertag statt.

St. Vinzenz-Haus, Alten- und Pflegeheim St. Josef und das Elisabeth-Krankenhaus nehmen diesen Tag zum Anlass für eine Vortragsveranstaltung zum Thema „Demenz - die Reise vom Verstand weg ins Andersland“ am Mittwoch, 28. September 2016, 18 bis ca. 20 Uhr in der Arbeitstherapie des Elisabeth-Elisabeth-Krankenhauses, Cranger Str. 226.

Herzlich willkommen sind haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Alten- und Senioreneinrichtungen sowie Angehörige und alle Menschen, die sich über das Thema informieren möchten.

Da die Platzzahl begrenzt ist, bitten die Organisatoren um Anmeldung bis zum 21.9. unter der Rufnummer 0209 172-3157 oder per E-Mail an u.kwasnitza@st-augustinus.eu.

Rationalität und funktionale Autonomie sind zentrale Werte in dem uns vertrauten „Normalen“. Aber in „Anderland“ ist der Verstand nicht alles und geistiger Abbau bedeutet nicht nur Verlust. Auf seiner Reise vom Verstande weg gelangt der Demenzkranke in eine Welt des Fantastischen, des Spielerischen, der Sinnlichkeit und natürlich der Gefühle. Da kann die Scheibe Wurst schon einmal als Brillenputztuch Verwendung finden. Wenn seine Angehörigen, Begleiter und Pflegende es schaffen, sich auf seine Entwicklungsstufe zu stellen, es zu akzeptieren, dass Abbau und Vergänglichkeit nicht nur ein Verlust sind und ihn nicht als kranken Menschen sondern mehr als Partner in einer – schwierigen – Beziehung anzunehmen, können sie ihn auf seiner Reise entspannter und verwöhnender begleiten.

Der Referent Erich Schützendorf ist Diplom-Pädagoge und Autor zahlreicher Bücher zum Thema. In seinem Vortrag stellt er eine andere Sichtweise auf die Demenz dar. Viele Jahre war er Leiter des Fachbereiches „Fragen des Älterwerdens“ an der Volkshochschule des Kreises Viersen, Lehrbeauftragter der Altenbildung/Altenarbeit an der Fachhochschule Niederrhein, Fachbereich Sozialwesen sowie nebenberuflicher Lehrer an Fachseminaren für Altenpflege. Seit über 40 Jahren beschäftigt er sich mit der Beziehung zu Menschen mit Demenz. Mit seinen Büchern tritt er für einen anderen Umgang mit Demenz und Demenzkranken ein.