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Probleme mit der Wirbelsäule?

Horst List hat den Wirbelkörperersatz Anfang des Jahres von Dr. Christoph Ballhorn implantiert bekommen. Zusammen mit Chefarzt Dr. Alexander Awakowicz freuen sie sich, dass so die drohende Immobilität verhindert und seine Schmerzen deutlich gelindert werden konnten. Von links nach rechts: Dr. Alexander Awakowicz, Horst List, Dr. Christoph Ballhorn

Das Sankt Marien-Hospital Buer bietet neue schonende Operationen mit minimal-invasiven Verfahren an – selbst bei Brüchen.

Viele Bundesbürger erleiden im Verlauf ihres Lebens massive Veränderungen oder sogar Brüche der Wirbelsäule. Manche durch Unfälle, oft aber auch ohne direktes Trauma. Ursache hierfür sind häufig osteoporotische Veränderungen, die unsere Knochen für Brüche anfälliger machen.

Bei Wirbelkörperbrüchen treten spontan Rückenschmerzen auf. Die Ursache wird oft jedoch nicht erkannt. Erst wenn Taubheitsgefühle oder Lähmungserscheinungen spürbar sind, wird die Erkrankung ernst genommen. Zumeist ist sie dann aber schon weit fortgeschritten.

Der Zusammenbruch eines Wirbelkörpers führt zu dramatischen Formveränderungen der gesamten Wirbelsäule. Die Folge davon sind Dauerschmerzen, die konservativ oder durch zum Beispiel eine Kyphoplastie nicht behandelt werden können. 

In vielen Fällen kann eine konservative Therapie keine beständige Lösung bieten.  Medikamente und Spritzen helfen nur bedingt und belasten den Körper zusätzlich. Physiotherapeutische Maßnahmen können die Symptome nur bis zu einem gewissen Grad der Erkrankung  lindern.

Wenn die Nerven, die zwischen den Wirbeln austreten und von dort in unseren ganzen Körper ziehen, durch das Zusammensacken eines Wirbelkörpers gequetscht werden, verliert der Organismus die Fähigkeit, Organe und Muskeln zu steuern. Bei einer vollständigen Schädigung dieser Nerven entwickelt sich eine Querschnittslähmung. Je nachdem welcher Wirbel der Hals-, Brust- oder Lendenwirbelsäule betroffen ist,  entsteht ein bestimmtes, mehr oder wenig großes Areal der Schädigung.

Solange die geschädigten Nerven noch selbst heilen können, kann der Chirurg helfen. Durch minimal-invasiv eingebrachte Implantate, die den Wirbelkörper ersetzen, stellt er die physiologische Form der Wirbelsäule wieder her. Der Patient ist von seinen chronischen Schmerz befreit.

Dank neuer minimal-invasiver Techniken in der Wirbelsäulenchirurgie sind diese Operationen jetzt mit deutlich weniger Folgen verbunden. Dr. Christoph Ballhorn, Oberarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie im Sankt Marien-Hospital Buer, wendet  diese innovativen Verfahren bereits seit einigen Monaten an. Ballhorn: „Das Gute ist, dass wir durch technische Fortschritte unsere Patienten heute bei uns viel sanfter und hocheffizient  behandeln können. Uns stehen Implantate und Instrumente zur Verfügung, die es uns ermöglichen, mit nur wenigen kleinen Schnitten auszukommen. Der Patient hat nach der Operation deutlich weniger Schmerzen und ist schneller wieder belastbar.“

Das neue Verfahren verlangt vom Operateur hohe Kompetenz und viel Erfahrung. In Gelsenkirchen ist das Team unter der Leitung von Chefarzt Dr. Alexander Awakowicz die einzige Adresse für diese schonende Art der Wirbelsäulenchirurgie. Kennzeichnend für das hier angewandte Verfahren sind drei Merkmale:

  • Der Wirbelsäulenchirurg benötigt lediglich wenige kleine Schnitte, um bildgestützt mit einem hochspeziellen, eigens hierfür entwickelten Instrumentarium zu operieren.
  • Die gesamte Operation findet unter Neuromonitoring statt:  Die Nerven, die aus dem betroffenen Wirbelsäulensegment austreten, werden permanent überwacht. So ist sichergestellt, dass sie während des Einbringens der Implantate nicht beeinträchtigt werden können.
  • Der Zugang liegt seitlich und ist äußerst gewebeschonend. Muskeln oder Bänder werden nicht durchtrennt und es werden auch keine längeren Abschnitte der Muskulatur von der Wirbelsäule gelöst. Trotz der kleinen operativen Zugänge können relativ große Implantate eingesetzt werden.

 

►Den Bericht der WAZ Gelsenkirchen zu diesem Thema finden Sie hier