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Informationen aus erster Hand über den aktuellen Status der Flüchtlingsintegration

St. Augustinus Gelsenkirchen nimmt an Gesprächsrunde im Kanzleramt teil

Bildnachweis: Bundesregierung / Hans-Christian Plambeck

Informationen aus erster Hand über den aktuellen Status der Flüchtlingsintegration in deutschen Unternehmen erhielt Bundeskanzlerin Angela Merkel gestern in Berlin. Sie hatte die Mitglieder des Netzwerks „Wir zusammen“ ins Kanzleramt geladen, um sich ein Bild über die Aktivitäten und das Engagement der Unternehmen zur Integration der Geflüchteten zu machen. Die St. Augustinus Gelsenkirchen GmbH gehört zum  Kreis der rund 120 Mitgliedsunternehmen, unter denen sich auch so namhafte DAX-Unternehmen wie Daimler Benz, Deutsche Bank oder Opel befinden.

„Für uns ist es selbstverständlich, die zu uns geflüchteten Menschen zu unterstützen,“ so Geschäftsführer Peter Weingarten, der am Gespräch mit Angela Merkel im Bundeskanzleramt teilgenommen hatte. „In diesem Engagement für die Geflüchteten wird dabei auch unser Wesen als kirchliche Einrichtung deutlich. Die katholische Kirche war und ist auch immer Teil der weltlichen Gesellschaft und muss sich daher auch den Herausforderungen dieser Zeit stellen. Wir agieren eben nicht nur als Wirtschaftsunternehmen, sondern handeln aus dem christlichen und kirchlichen Sendungsauftrag heraus, um für Menschen in Not Unterstützung und Hilfe anbieten zu können.“

Zahlreiche Initiativen zur beruflichen Integration konnten der Bundeskanzlerin so durch die Initiative „Wir zusammen“ vorgestellt werden, darunter auch die von St. Augustinus. 

„Nichts bereitet besser auf die berufliche Praxis vor, als die Praxis selbst. Wir bieten daher insbesondere Medizinerinnen und Medizinern Hospitationsplätze an, um das deutsche Gesundheitssystem und die tägliche Arbeitsrealität kennenzulernen,“ so Peter Weingarten weiter.

Um als Mediziner in Deutschland arbeiten zu können, müssen zunächst zahlreiche, formale Hürden genommen werden. „Neben den Hospitationsplätzen begleiten wir die Betroffenen  auch durch das Approbationsverfahren bei Ärztekammer und Bezirksregierung,“ so Johannes Norpoth, der sich als Leiter der Stabstelle Strategische Personalentwicklung um die Netzwerkarbeit bei St. Augustinus und um die Geflüchteten kümmert.

„Man mag es kaum glauben, aber wir betreuen in Gelsenkirchen aktuell rund 20 Medizinerinnen und Mediziner, die vor den Kriegswirren in Syrien bei uns Zuflucht gefunden haben und nun darauf drängen, auch in Deutschland aktiv werden zu können,“ so Johannes Norpoth weiter, der in diesem Zusammenhang auch darauf hinwies, dass zum aktuellen Zeitpunkt insbesondere die sprachliche Ausbildung im Vordergrund der Aktivitäten stehe. „Als guter Mediziner kann man seine Qualitäten nur ausspielen, wenn man sich auch sehr gut verständigen kann und wir wollen und werden unseren Beitrag dazu leisten, dass dies möglichst schnell geschieht, denn: Gute Mediziner sind auch in Deutschland sehr gefragt - also beste Voraussetzungen für eine gelungene Integration!“