Startseite

Encaustic Trio

Drei Künstlerinnen zeigen im Marienhospital Gelsenkirchen Arbeiten in einer wenig bekannten Maltechnik

15. November 2016

Satte leuchtende Farben mit einem kräftigen Glanz kennzeichnen die Bilder von Hana Sejkora-Figgen, Heike Wenig und Marianne Kern, die ab Samstag, 18.11.2016 als „Encaustic Trio“ ihre Arbeiten im Marienhospital Gelsenkirchen ausstellen. Sie sind bereits zum zweiten Mal im Marienhospital mit einer Präsentation ihrer neuen Werke zu Gast.

Die drei Freundinnen aus Gladbeck, Dorsten und Haltern malen nicht nur nicht nur gemeinsam, sie inspirieren sich auch gegenseitig mit neuen Ideen. Lange malten sie vor allem in Acryl und Öl, entdeckten dann die Encaustic für sich. 

Die Encaustic ist eine Maltechnik, bei der in Wachs gebundene Farbpigmente mit Hilfe elektrisch geheizter Malgeräte auf den Untergrundaufgebracht werden. In der griechischen Antike wurden kalte Farben entweder mit heißen Spachteln – den über glühenden Kohlebecken erhitzten „cauteria“ – aufgetragen und anschließend durch Hitzeeinstrahlung (glühendes Eisen) eingebrannt oder heißflüssig auf Holz, Stein oder Elfenbein aufgebracht. Erhalten gebliebene ägyptische Mumienportraits zeigen noch heute eine einmalige Leuchtkraft und Frische. Jedoch war die Encaustic damals eine sehr aufwendige Technik. Andere Maltechniken lösten sie ab, bis sie schließlich in Vergessenheit geriet. 

In der frühen Neuzeit nahm das Interesse an antiker Kunst und antiken Kulturen zu und Künstler widmeten dieser lang vergessenen Maltechnik wieder mehr Aufmerksamkeit. Vor allem die Langlebigkeit der Encaustic-Gemälde faszinierte sie, da Ölbilder der alten Meister durch Abdunkeln und Schwundrisse zu verloren gehen drohten. Forscher versuchten, das Rätsel der Wachstechnik zu lösen. Doch liegt die Encaustic-Kunst wohl zu sehr im Dunkel der Vergangenheit. Auch im 20. Jahrhundert schufen international bedeutende Künstler Encaustic-Werke.

Die Bilder von Hana Sejkora-Figgen, Heike Wenig und Marianne Kern sind bis Ende Januar 2016 im Marienhospital Gelsenkirchen zu sehen.

Ute Kwasnitza, Unternehmenskommunikation, Tel.: 3157