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Arthrose und was zu tun ist

Zirka 100 Patienten und Interessierte informierten sich beim Gelenk-Symposium der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie im Wissenschaftspark Gelsenkirchen.

Die Arthrose ist die häufigste Gelenkerkrankung. Sie kann jeden Menschen treffen. Zunächst bleibt sie zumeist unbemerkt, später kann jedoch jede Bewegung zur Qual werden. „Arthrose, was tun?“ so lautete der Titel eines Symposiums im Wissenschaftspark Gelsenkirchen, zu der die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie (Chefarzt, Priv.-Doz. Dr. Jens Richter) betroffene und interessierte Menschen eingeladen hatte.

Die Referenten, Dr. Richter, Oberarzt Dr. Andreas Nürnberger, Dr. Willi Leßmann (Leitender Arzt der Abteilung für Geriatrie im Elisabeth-Krankenhaus Erle) und Darko Viner (Physikalische Therapie des Marienhospitals Gelsenkirchen) beleuchteten das Thema von unterschiedlichen Seiten. So ging es zum Beispiel um Ursachen einer Arthrose (Unfälle, Fehlstellungen, Fehl- und Überbelastungen, Entzündungen, Stoffwechselerkrankungen – zum Beispiel Gicht, aber auch Bewegungsmangel). Erläutert wurde auch, was Betroffene selbst tun können, um die Beschwerden einer Arthrose zu lindern und wie ihnen die Physiotherapeuten helfen können. Bewegung, die Spaß macht, aber auch eine gesunde Ernährung mit Omege3-Fettsäuren, wenig Kohlenhydraten, Fleisch und Zucker, spielen eine nicht zu unterschätzende Rolle. Die Wirksamkeit von Nahrungsergänzungsmitteln sei allerdings nicht erwiesen.

Betroffene sollten so früh wie möglich zum Arzt gehen, damit eine konservative Therapie greifen kann. Einmal entstandene Schädigungen können nicht rückgängig gemacht werden. Aber es ist möglich, das Voranschreiten der Arthrose zu verlangsamen.

Doch wenn bereits ein deutlicher Gelenkverschleiß vorhanden ist und die konservative Therapie nichts mehr bewirkt, hilft nur noch eine Operation.  Diese erfolgt muskelschonend und individuell auf den jeweiligen Patienten und seine körperlichen Bedingungen angepasst. Patienten sollten dann auf den Rat ihres Arztes vertrauen und – falls sie diesen doch mit einer Zweitmeinung absichern möchten, vorher überlegen, welche Fragen sie beantwortet haben wollen.

Die aktivierende Pflege im Rahmen der geriatrischen Frührehabilitation bei Patienten, die älter sind als 70 Jahre, an mehreren Erkrankungen leiden und bei denen dadurch der Verlust der sozialen Teilhabe droht, kann dazu beitragen, dass diese ihre alltäglichen Abläufe wieder selbstständig bewältigen können und somit ihre Lebensqualität verbessern.

Im Anschluss an die Vorträge nutzten viele Besucher die Gelegenheit, den Referenten ihre ganz persönlichen Fragen zu stellen.