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Akne inversa – Leiden ohne Ende?

Die Akne inversa ist eine Erkrankung, die viel Leid verursacht und vor allem die Lebensqualität negativ beeinflusst.

Bei einer Veranstaltung der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie des Sankt Marien-Hospitals Buer erfuhren Betroffene und Angehörige, wie die Akne inversa entsteht und welche Behandlungsoptionen es gibt. Die Referenten – der Dermatologe Dr. Sebastian Rotterdam, Dr. Oliver Schneider von Strahlenzentrum Emscher-Lippe und Dr. Gelüde Uysal (MHB) machten den Teilnehmern Mut und klärten sie über erfolgversprechende Therapieoptionen.

Erste Symptome können vor oder nach der Pubertät, am häufigsten unter den Achseln, auftreten. Auf die Betroffenen warten oft viele Jahre erfolgloser  Behandlungsversuche. Erst nach durchschnittlich zwölf Jahren erfahren sie, woran sie erkrankt sind. Bei Frauen besteht zumindest die Hoffnung, dass das Krankheitsbild nach der Menopause abklingt.

Patienten leiden oftmals auch an Gelenkerkrankungen, chronischen Darmerkrankungen, an Bluthochdruck oder Diabetes mellitus.

Die Behandlung wird angepasst auf das jeweilige Stadium der Erkrankung. Seit kurzem gibt es – basierend auf einem Medikament, das zur Behandlung der Schuppenflechte eingesetzt wird – einen neuen Therapieansatz: Adalimumab ist das erste zugelassene Medikament im Therapiespektrum der Akne inversa. Neben einer Operation mit sekundärer Wundheilung, die sehr gute dauerhafte Erfolge verspricht, ist auch die Strahlentherapie eine mögliche Behandlungsalternative, die jedoch nicht generell als alleinige Option gesehen werden kann, sondern eher nach chirurgischen Eingriffen oder bei wiederholtem Auftreten zur Anwendung kommt. Vor einer Operation – und eventuell auch danach – wird die Einnahme von Antibiotika empfohlen.

Alle Referenten waren sich darin einig, dass eine frühzeitiger Arztbesuch, den Leidensweg verkürzen kann und eine Zusammenarbeit von Dermatologen, Hausärzten und Chirurgen die Grundlage dafür ist.