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Perinatalzentrum Gelsenkirchen: Für den besten Start ins Leben

ÄKZert, die Zertifizierungsstelle der Ärztekammer Westfalen-Lippe hat geprüft: Level1-Qualität der Neugeborenenversorgung am Marienhospital Gelsenkirchen ist anerkannt und zertifiziert

Ein kleiner Teil aus dem fast 100-köpfigen Team des Perinatalzentrums Gelsenkirchen nahm das Zertifikat von Dr. Hans-Joachim Bücker-Nott von der Zertifizierungsstelle der Ärztekammer Westfalen-Lippe entgegen

„Zum Babyglück gibt´s uns“ das ist das Motto des Perinatalzentrums Gelsenkirchen. Dafür wirken Chefarzt Dr. Marcus Lutz, Klinik für Neonatologie, und Chefarzt Dr. Hans-Jürgen Venn, Klinik für Geburtshilfe, und ihre Teams im Marienhospital Gelsenkirchen ganz eng zusammen. Gemeinsam bieten sie eine umfassende vor- und nachgeburtliche Versorgung unter einem Dach: von der gynäkologischen Schwangerenbetreuung über Geburtshilfe bis hin zur Neonatologie mit einer Intensivstation, speziell für Mehrlingsgeburten, Früh- und erkrankte Neugeborene, sowie eine hochspezialisierte ambulante Nachsorge dieser Risikogeborenen.

Die jetzt von dem ÄKZert-Auditor, Dr. Hans-Joachim Bücker-Nott, überprüfte Level1-Qualität ist die höchste Stufe in der Neugeborenenversorgung, die das Zentrum auch zu der Behandlung von Babys vor der 30. Schwangerschaftswoche berechtigt. Dabei wurde sowohl vor Ort und im Gespräch mit den Ärzten und Pflegenden geprüft als auch durch das Studium der Akten und Verfahren. Nur wenige Kliniken im Kammerbereich haben bisher durch eine unabhängige Prüfung nachgewiesen, dass sie die Anforderungen an diese höchste Stufe in der Neugeborenenbehandlung erfüllen.

Im Jahr 2011 kamen im Marienhospital Gelsenkirchen 867 Babys zur Welt. 42 davon waren Mehrlingsgeburten und es gab 46  Frühgeborene mit einem Geburtsgewicht unter 1500 Gramm, wobei die Kleinsten leichter als 500 Gramm waren. Insbesondere für sie und für schwerkranke Neugeborene ist die sichere und schnelle Intensivbehandlung im Perinatalzentrum, ohne weitere Transportwege, überlebenswichtig. Auch die Nähe der Mutter zu ihrem Kind bleibt im Zentrum erhalten, da sich die Neonatologie mit 16 Intensiv- und Überwachungsplätzen und die OP-Räume neben dem Kreißsaal und der Wochenbettstation befinden. Die Spezialisten der Geburtshilfe und der Neugeborenen-Intensivmedizin arbeiten auf einer Ebene Hand in Hand und Tür an Tür. Hier wird keine Zeit verloren. Die Abläufe sind seit Jahren erprobt und aufeinander abgestimmt. Das Vorgehen entspricht aktuellen wissenschaftlichen Vorgaben und die Teams können jederzeit das ganze Spektrum moderner Medizintechnik einsetzen.

Wer als Level1-Zentrum gelten will, hat eine Vielzahl von Kriterien zu erfüllen. Diese betreffen zum Beispiel die Anzahl und die Qualifikation der Mitarbeiter. In Gelsenkirchen wird dieser Punkt deutlich übererfüllt: 92 Experten bilden das Team des Perinatalzentrums (2 Chef-, 9 Ober-, 23 Assistenzärzte, 14 Hebammen und 44 Pflegende). Deren Aus- und Fortbildungsstand erfüllt bereits heute die Anforderungen, die erst ab 2016 für alle verpflichtend werden. Ebenso wurden die optimalen technischen, apparativen und räumlichen Gegebenheiten geprüft.

Dr. Bücker-Nott hob in seinem Prüfbericht hervor, dass das Perinatalzentrum die Qualitätskriterien bestens erfüllt. Insbesondere bewertete er die räumliche Nähe der Abteilungen, die das schnelle Handeln erst ermöglicht, in Gelsenkirchen als vorbildlich.