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Schulungen für mehr Zivilcourage in den Marienhospitälern Gelsenkirchens - muTiger-Stiftung

Die spürbar sinkende Hemmschwelle im kommunikativen Umgang beeinflusst und belastet unser gesellschaftliches Miteinander. Sei es auf öffentlichen Plätzen, im sportlichen Wettkampf oder eben auch im Krankenhausalltag.

Eine Erkenntnis, die unter anderem bei der Patientennahen Verwaltung (PNV) im Marienhospital Gelsenkirchen längst ein viel diskutiertes Thema ist. Bisweilen wird der einem Krankenhaus angemessene Sprachkodex verletzt, Grenzen des Anstands und der Moral deutlich überschritten.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, führen beide Gelsenkirchener Marienhospitäler gemeinsam mit der muTiger-Stiftung Mitarbeiterschulungen durch. Die muTiger-Stiftung verfolgt ein wesentliches Ziel: die Förderung von mehr Bürgerengagement für ein sicheres Gefühl in unserer Gesellschaft.

In einem vierstündigen Seminar werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der beiden Gelsenkirchener Marienhospitäler von kompetenter Hand angeleitet. Melanie Danzer, Bundespolizistin im Streifendienst in Gelsenkirchen und ihr Vater Wolfgang Danzer, ein ehemaliger Bundespolizist, engagieren sich für die Stiftung und haben zahlreiche praktische Tipps für ein couragiertes Verhalten parat. In unterschiedlichen Situationstrainings werden alltägliche Szenen nachgespielt und bewertet, wie sie im Straßenverkehr, in Bus und Bahn oder auch im Krankenhausalltag vorkommen können.

 

„Durchweg positive Rückmeldungen von unseren Mitarbeitern!“

Im Zusammenhang mit den Schulungsangeboten der muTiger-Stiftung haben wir uns mit Katja Russok, Abteilungsleiterin der Patientennahen Verwaltung (PNV) unterhalten.

Wie ist die Idee eines solchen Deeskalations-Trainings für die Beschäftigten der Gelsenkirchener Marienhospitäler entstanden?

Katja Russok: Es ist in der Vergangenheit in unseren beiden Krankenhäusern zu wenigen schwierigen Begegnungen mit Besuchern gekommen. Unser Technischer Leiter hat den Kontakt zur muTiger-Stiftung hergestellt und diese Idee ins Rollen gebracht. Die Direktioriumsmitglieder unserer beiden Häuser sowie Führungskräfte aus Pflegedienst, Technik und PNV haben selbst an einer Schulung teilgenommen, um den Wert dieser Maßnahme für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bemessen zu können.

Diese Maßnahme scheint Eindruck hinterlassen zu haben…

Katja Russok: Das ist richtig. Wir haben uns zunächst auf vier Schulungen verständigt, an denen insbesondere unser Personal aus den Zentralambulanzen, der Technik sowie von der Pforte teilnimmt.

Haben Sie für sich persönlich neue Erkenntnisse mitnehmen können?

Katja Russok: Sicherlich. Beispielsweise wenn es darum geht, mit Eskalationen umzugehen und wie weit ich dabei gehen kann. Auch haben wir bislang durchweg positive Rückmeldungen von unseren Mitarbeitern erhalten.