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Pflegekurs trotz Weiberfastnacht

Erfolgreicher Start der Veranstaltungsreihe im St. Vinzenz-Haus

Bunte Kostüme, ausgelassene Tänze, lautstarker Gesang und gute Laune sind eigentlich die typischen Kennzeichen eines Weiberfastnachtsabends. Das St. Vinzenz-Haus hatte trotz des Datums zum Start der neuen Veranstaltungsreihe für pflegende Angehörige eingeladen und neun interessierte Menschen waren der Einladung gefolgt. Wenn auch Kostüme, Gesang und Tänze fehlten, so war doch die Atmosphäre sehr angenehm und aufgelockert. Dazu trugen nicht zuletzt die Mitarbeiter der Pflege- und Betreuungseinrichtung bei, die den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Tipps und Hilfen für die Pflege und den Alltag mit den pflegebedürftigen Angehörigenmit zu Hause vermittelten. Wohnbereichsleiter Tim Smiezewski hatte Moderation übernommen. Unterstützt wurde er durch Sylvia Rosskopf vom Betreuungsteam und Sabrina Bülow und Natalie Jochem  aus dem Pflegeteam seines Wohnbereiches.

Verantwortungsvoll und engagiert pflegen sie die Ehefrau oder die Mutter, oder machen sich schon jetzt Gedanken, wie es einmal werden könnte, wenn dieser Zeitpunkt gekommen ist. Die Damen und Herren hatten viele Fragen und Probleme auf dem Herzen. Probleme beim Zähneputzen und der Medikamentengabe, Vermeidung und Versorgung von Dekubitus sind nur einige Beispiele. Aber sie nahmen noch weitere Informationen mit nach Hause: Schutz vor Infektionen ist wichtig, auch wenn es Überwindung kostest, bei der Versorgung so nahe stehender Menschen Handschuhe oder gar einen Mundschutz zu tragen; Hinweise, wo sie Unterstützung bekommen können, falls Handläufe oder andere Maßnahmen zur Wohnfeldanpassung notwendig werden und vieles mehr. So zeigten die Pflegefachkräfte Sabrina Bülow und Natalie Jochem nicht nur, wie ein Pflegebett den Alltag erleichtern kann. Sie erläuterten auch den Einsatz von Dingen, die in jedem Haushalt vorhanden sind (Handtücher, Decken) für eine angenehme Lagerung der betreuten Person.

So entwickelte sich schnell eine Gesprächsrunde, in die die Pflegenden auch eigene Erfahrungen einfließen ließen.

„Ich nehme eine Antwort auf meine wichtigsten Fragen mit nach Hause. Vielen Dank!“ zufrieden lächelnd und irgendwie erleichtert ging einer der Gäste nach Abschluss der Veranstaltung nach Hause. Gleich am nächsten Tag wird er Kinderzahnpasta besorgen, und künftig die Tabletten im Mörser zerkleinern.

Beim nächsten Termin am 11.2. werden alle wieder dabei sein.

Homepage des St. Vinzenz-Hauses