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Stark für dich und mich

Erstmals fand im St. Vinzenz-Haus eine Veranstaltungsreihe für pflegende Angehörige statt

Zu Hause bleiben, solange es geht, das wünschen sich die meisten Menschen, wenn sie Unterstützung und Pflege benötigen. Meist übernehmen ihnen nahestehende Personen diese verantwortungsvolle Aufgabe. Nicht selten gehen sie dabei an ihre physischen und psychischen Grenzen.

Durch ihre tägliche Arbeit für pflegebedürftige Seniorinnen und Senioren und ihre Verwandten sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des St. Vinzenz-Hauses auch mit dem Thema Pflege zu Hause vertraut. Sie möchten deshalb pflegenden Angehörigen bei ihrer verantwortungsvollen Tätigkeit zur Seite stehen. Aus diesem Grund entwickelten sie gemeinsam ein Konzept für eine Veranstaltungsreihe rund um das Thema Pflege von Angehörigen.

In einer angenehmen Atmosphäre trafen sich interessierte Menschen an vier aufeinanderfolgenden Donnerstagen mit Fachkräften aus dem Pflegedienst und dem Betreuungsteam, um sich auszutauschen und Antworten, Hinweise und Tipps zu Fragen und Problemen des Pflege-Alltags zu Hause zu bekommen. Aufmerksam und einfühlsam führte Wohnbereichsleiter Tim Smiezewski jeweils durch die Abende. Unterstützt wurde er dabei an allen Abenden durch Silvia Roßkopf aus dem Betreuungsteam und von Kolleginnen aus dem Pflegedienst. Sie alle können aus einem reichen Erfahrungsschatz schöpfen und sich vor allem gut in die Situation der Teilnehmer hineinversetzen. So entstand ein intensiver, sehr offener und berührender Austausch, in den die Gäste auch eigene Erfahrungen einbrachten.

Die Pflegefachkräfte stellten nicht nur Tipps und Hilfen, die die Pflege zu Hause erleichtern vor. Sie vermittelten auch Informationen über den Umgang mit psychischen und physischen Belastungen, die sich unweigerlich einstellen können, wenn jemand tagtäglich rund um die Uhr ein Familienmitglied versorgt. Für den letzten Abend, an dem sich alles um das eigene Wohlbefinden drehte, hatte Silvia Roßkopf  eine ausgebildete Therapeutic Touch-Trainerin eingeladen. Anja Hohmeyer, die gleichzeitig auch Atem-, Sprech- und Stimmlehrerin ist, zeigte den anwesenden Damen und Herren kurze Übungen aus der „energetischen Hausapotheke“, die sie in ihren Alltag integrieren können und die ihnen helfen, in Stresssituationen zur Ruhe zu kommen und sich „selbst Energie“ zu geben. Dabei wurde einmal mehr deutlich, dass es oft die kleinen Dinge sind, die helfen können, wenn wir uns dessen bewusst machen.

„Bis Donnerstag!“, verabschiedeten sich die Teilnehmer zum Ende der Veranstaltungsreihe lächelnd und mit einem Augenzwinkern. Denn die gemeinsamen Abende haben allen gut getan. Sie werden auf jeden Fall in Kontakt bleiben und planen, sich künftig immer wieder mal zu treffen. Das St. Vinzenz-Haus hat auch hierfür seine Unterstützung zugesagt.