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| Geriatrie | |||||||
| Abteilung für Geriatrie Leitender Arzt : Dr.
med. Willi Leßmann Telefon: 0209/7003.376 | Fax: 0209/7003.394 Was ist überhaupt Geriatrie? Im engeren Sinne beinhaltet der aus dem Griechischen stammende Begriff die „Medizin des älteren Menschen“. Sie umfasst neben der ärztlichen jedoch auch die pflegerische Betreuung des älteren Patienten im Sinne der Vorbeugung und altersgerechten Behandlung von Erkrankungen unter Berücksichtigung des häuslichen Umfeldes. Geriatrische Patientenversorgung will die aktive Lebensspanne verlängern und die Abhängigkeit von fremder Hilfe vermeiden helfen. Geriatrie ist daher keine Medizin „zweiter Wahl“, sondern umfasst das gesamte Spektrum der Inneren Medizin, wobei jedoch den Möglichkeiten und Grenzen alter Patienten Rechnung getragen wird. Schwerpunkte Schwerpunkte der geriatrischen Patientenversorgung liegen in der (Früh-)Erkennung und Behandlung von Hirnleistungsstörungen. Innerhalb sogenannter "Komplexbehandlungen" arbeiten unsere Therapeuten und Ärzte gemeinsam durch gezielte Trainingseinheiten an der Wiederherstellung oder Verbesserung der Alltagskompetenz des Patienten. Ansatzpunkte der Beschäftigungs- und Ergotherapie sind ein intensives „Hirnjogging“ zur Besserung von Konzentration und Gedächtnisleistung sowie das gezielte Trainieren der „Aktivitäten des täglichen Lebens“. Unterstützend arbeitet die Krankengymnastik mit dem Patienten an der Wiedererlangung einer möglichst uneingeschränkten Mobilität. Wenn nötig, wird die selbständige Benutzung von Hilfsmitteln erlernt. Die Logopädie behandelt im Bedarfsfall Sprach- und Schluckstörungen, was auch bei schon länger bestehenden Ausfällen sehr erfolgversprechend ist, da das Gehirn „in jedem Alter“ lernfähig ist. Um die häufigen
Unruhezustände Demenzkranker in den Abendstunden „umzulenken“,
haben wir als innovative Therapieoption ein „Nachtcafe“ zur
professionellen Spätbetreuung von Dementen etabliert, wo auf freiwilliger
Basis niederschwellige Beschäftigungs- und Altentherapie zur Vorbeugung
von Schlafstörungen Hilfe zur Selbsthilfe Das gesamte Personal in der Geriatrie ist angehalten, den Patienten die wichtigen alltäglichen Aufgaben und Funktionen nicht abzunehmen, selbst wenn es den Anschein hat, dass sie zu lange mit einer Aufgabe beschäftigt sind oder sich damit „abmühen“. Wir verfolgen konsequent ein aktivierendes Pflege- und Behandlungskonzept, d. h. wir geben den Patienten gezielte „Hilfe zur Selbsthilfe“, indem wir sie nur dort unterstützen wo sie wirklich Hilfe brauchen. So lernen sie ihre Aufgaben und Funktionen - den Möglichkeiten bzw. den Einschränkungen („Handicaps“) angepasst - wieder eigenständig auszuüben. Das heißt, dass auch bei schweren Erkrankungen - wie z. B. einem Schlaganfall - mit den Patienten von Anfang an durch gezielte Hilfestellung das Einnehmen der Mahlzeiten, die eigene Grundpflege, das selbständige Ankleiden und der Gang zur Toilette wieder trainiert werden, um nach der Entlassung so unabhängig wie möglich ihre veränderte Lebenssituation meistern zu können. Theoretische Grundlage ist das Bobath-Konzept. Wenn dieser oft beschwerliche, aber lohnende Weg zum Erfolg führen soll, müssen die Angehörigen mit uns „an einem Strang ziehen“. Deshalb versuchen wir sie von Anfang an in dieses Konzept mit einzubinden. Freude am Leben Durch intensive Teamarbeit von Ärzten, Pflegepersonal, Krankengymnasten, Ergo- und Altentherapeuten können wir erfreulicherweise oft erreichen, dass Patienten wieder mit Freude am Leben in ihre gewohnte Umgebung entlassen werden können. Oftmals kann dieUnterbringung in einem Pflegeheim - von vielen älteren Menschen nicht zu Unrecht als „Endstation des Lebens“ angesehen - vermieden oder hinausgezögert werden. Sozialdienst Bei fortbestehendem
Pflegebedarf erarbeitet unser Sozialdienst gemeinsam mit den Angehörigen
ein auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenes, möglichst umfassendes
Konzept z. B. unter Zuhilfenahme ambulanter Pflegedienste. Dadurch soll
verhindert werden, dass die Patienten nach dem Krankenhausaufenthalt Unsere Sozialarbeiterinnen Frau Bertenhoff und Frau Losch beraten Patienten und Angehörige nach Terminabsprache und während der offiziellen Beratungszeiten montags bis freitags von 11.00 Uhr bis 12.00 Uhr und montags bis donnerstags von 17.00 Uhr bis 18.00 Uhr. Telefonisch erreichbar ist der Sozialdienst unter 0209/7003.245 oder über die Telefonzentrale 91. Die Fax-Nummer lautet 0209/7003.246.
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