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| Wir stellen uns vor Dass ein leistungsfähiges Krankenhaus nicht unbedingt wie eine sterile Medizinfabrik aussehen muss, beweist das Elisabeth-Krankenhaus. Aus der Vogelperspektive bietet der teilweise über 90 Jahre alte Baukörper mit seinem weitläufigen Gelände einen eindrucksvollen Anblick. Obwohl der äussere Eindruck des Hauses mit dem anliegenden Garten oftmals den Charakter eines Krankenhauses vergessen lässt, sollte dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass im Inneren mit moderner Technik Medizin betrieben wird. Mit seinen 226 Betten in den Fachabteilungen Innere Medizin, Geriatrie und Psychiatrie deckt das Erler Krankenhaus einen wichtigen Teil der medizinischen Versorgung des Gelsenkirchener Nordens ab. Früher Es war der erste Pfarrer von St. Barbara in Erle, Bernhard Strumann, der im Jahre 1902 die Notwendigkeit erkannte, in Erle ein Krankenhaus zu bauen. Die Zechenschächte Bismarck II und III warenabgeteuft, der Bevölkerungszuwachs explodierte. Damit wuchsen aber auch die Not und Krankheit der Menschen. Viele Erler Bürger, der Herzog von Arenberg und die Zeche Graf Bismarck unterstützten den Bau. So konnte bereits am 19. Mai 1904 das Krankenhaus unter grosser Beteiligung der Bevölkerung seiner Bestimmung übergeben werden. Als erster Arzt nahm Herr Dr. Kühling mit acht ihm zur Seite stehenden Franziskaner-Schwestern die Arbeit zur Versorgung von zunächst 62 Patienten auf. Schnell wuchs der Bedarf an Krankenhausbetten, so dass das Krankenhaus ständig baulich erweitert wurde. 1908 übernahm Herr Dr. Lübbesmeyer die internistische Abteilung und 1925 nach dem 1. Weltkrieg versorgten inzwischen 26 Ordensschwestern ca. 200 Patienten. Ein Meilenstein in
der Geschichte des Krankenhauses war im Jahre 1924 die Eröffnung
einer Frauenklinik, verbunden mit einem Wöchnerinnenheim unter der
Leitung von Herrn Prof. Dr. Lönne. Das Einzugsgebiet 1925 erhielt der
Eingangsbereich seine noch heute sichtbare Front durch einen Vorbau mit
der darüberliegenden Kapelle. Das hinter dem Krankenhaus gelegene,
ehemalige Schwestern- und Schülerinnenwohnheim aus dem Jahre 1967
wird heute durch die Tagesklinik, Ergotherapie und Verwaltung genutzt.
Am 15. Februar 1973 verließen uns die Ordensschwestern des Franziskaner-Ordens
nach Die Landeskrankenhausplanung
zwang das Krankenhaus 1985 zu einer gravierenden Strukturänderung.
Die operativen Fächer „Chirurgie“ und „Gynäkologie“
wurden aufgegeben und eine Abteilung für klinische Und heute Heute ist eine der
tragenden Fachrichtungen des Hauses die Psychiatrische Abteilung, die
sich zusammen mit einer Inneren und einer Geriatrischen Abteilung an die
neuen Bedürfnisse des Patientenaufkommens angepasst hat. Alle drei
Fachrichtungen, jeweils durch einen Chefarzt geleitet, stellen im Zusammenspiel
der diagnostischen und rehabilitativen Einrichtungen ein gut funktionierendes
Konzept dar. In der im Jahre 1993
eingerichteten Diabetiker-Ambulanz werden parallel zum stationären
Für Besucher
und Patienten bietet der im Eingangsbereich befindliche Kiosk mit seiner
gemütlichen Atmosphäre Gelegenheit zu einer Tasse Kaffee und
Kuchen. Regen Zuspruch findet das landschaftlich reizvoll gestaltete Gartengelände,
das durch seine Weitläufigkeit sowohl als Parcours für therapeutische Krankenhaus als Schichtbetrieb - wir kennen keine Betriebsferien oder Öffnungszeiten Stellen Sie sich einmal vor, Sie stünden vor einem Krankenhaus, an dessen Pforte Ihnen mitgeteilt würde, dass Sie morgen während der Öffnungszeiten wiederkommen möchten. Zweifellos undenkbar. Von einem Krankenhaus wird eben erwartet, dass es rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr zur Verfügung steht. Und natürlich ist das auch so. Diese Tatsache bleibt bei der Betrachtung der Krankenhauskosten oftmals unberücksichtigt. Wer denkt schon daran, dass Ärzte, Pflegepersonal, Labor-, Röntgen- und Pfortenpersonal sich stetig in Bereitschaft halten müssen, um auch Notfallpatienten zu versorgen. Auch tagsüber, wenn das Krankenhausgeschehen überwiegend von Routinearbeiten der Ärzte und des Pflegepersonals bestimmt wird, sorgen im Hintergrund Mitarbeiter im technischen, Wirtschafts- und Verwaltungsdienst dafür, dass der „Krankenhaus-Laden“ läuft. Die aufgeführte Mitarbeiterstatistik lässt erkennen, das von den ca. 370 Beschäftigten über 80 Mitarbeiter mit Aufgaben betraut sind, die nur indirekt mit der Patienten-Versorgung zusammenhängen. Nicht nur für die hauseigene Küche, in der täglich bis zu 800 Mahlzeiten für Patienten und Mitarbeiter angefertigt werden, sondern auch für die technische Instandhaltung ist ein umfangreicher Mitarbeiterstab erforderlich. Allein mit der Pflege der ca. 25.000 qm großen Grünfläche ist ein Gärtner mit mehreren Helfern voll ausgelastet. Angesichts dieser Tatsachen erweckt ein Krankenhaus zwar einen hotelähnlichen Eindruck, der aber wegen aufwendiger Diagnostik, Behandlungsmethodik und Rundum-Betreuung der Patienten weit über die Leistungen eines Hotels hinausgeht.
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